Unsere Bewertung für die Kunststoff-Fensterbau GmbH Filsinger:

Erkenntnis: "Aufmaß lieber eigenhändig nachprüfen und um eindeutige, schriftliche Anleitung für das Schneiden der Fensterlaibungen bitten, damit die Einbauluft nicht zum Problem wird."

Termintreue

5 von 5 Punkten

Fachgerechte Ausführung

3 von 5 Punkten

Arbeitstempo

4 von 5 Punkten

Preis

4 von 5 Punkten

Qualität und alte Tugenden aus einer Hand

Zugegeben: es ist keine Liebe auf den ersten Blick. Als uns Toni Jakic von der Filsinger GmbH das erste Mal in unserem Einfamilienhaus besucht, haben wir Verständigungsprobleme. Er stellt zu viele Fragen, die wir nicht beantworten können. "Lassen Sie die Fensterlaibungen schneiden oder nicht?" Hä??? "Wer baut die alten Rolllädenkästen aus? Die kommen doch raus oder wollen Sie anstatt Aufsatzrolläden etwa Vorbaurolläden?" Als er merkt, dass wir offensichtlich keine Ahnung haben, versucht er uns trotzdem bestmöglich zu beraten und empfiehlt uns Handwerker, die z.B. das Schneiden der Fensterlaibungen übernehmen könnten. Doch es bleibt ein ernüchternder Termin für uns. Wenn das mit den Fenstern schon so kompliziert ist, wie mag es uns erst ergehen, wenn wir noch weiter in die Untiefen einer Kernsanierung vordringen...? Am Ende verabschiedet sich Toni Jakic mit den Worten, dass in Kürze ein Kostenvoranschlag kommen würde - und wir gehen heim und ziehen uns Unmengen an Fensterbau-Lektüre rein. Wir müssen unbedingt besser vorbereitet sein! Außerdem müssen wir mindestens noch einen weiteren Fensterbauer treffen, um die Angebote am Ende vergleichen zu können.

Der Kostenvoranschlag von Toni Jakic kommt wie versprochen nur wenige Tage nach unserem Kennenlernen. Er liegt rund 8.000 Euro über dem Angebot eines Mitbewerbers, kann aber mit qualitativ hochwertigen Kunststofffenstern von Aluplast punkten, die noch dazu in der Region hergestellt werden. Trotzdem versuchen wir zu verhandeln und haben Glück. Toni Jakic gewährt uns einen kleiner Nachlass bei einzelnen Fenstern. Und auch beim Zeitfaktor sammelt die Filsinger GmbH entscheidende Pluspunkte ein. Wir fragen, ob der Fensterbauer die neuen, dreifachverglasten Kunststofffenster schon Ende Juli 2023 bei uns einbauen könnte und erhalten eine klare Ansage: "Wenn ich Ihnen verspreche, dass die neuen Fenster Ende Juli drin sind, dann sind die Ende Juli drin." Ok! Wow! Das gefällt uns! Wir erteilen ihm den Auftrag.

Zum anschließenden Aufmaß-Termin erscheint Toni Jakic mit dem Geschäftsführer der Filsinger GmbH persönlich: Michael Filsinger. Die beiden sind ein gut eingespieltes Team, nehmen sehr präzise Maß und bringen Zeit für all unsere Fragen und Anregungen mit. Wir wollen wissen, ob die beiden auch eine prozessoptimierte Baustelle - so wie vom BVGeM vorgeschlagen - unterstützen würden. Und ja: sie sind dabei! Denn für Michael Filsinger ist das offenbar nichts Neues. Er erklärt, dass seine Monteure immer zügig arbeiten würden und wenn es sein müsste, könnten sie den Fenstertausch auch locker in drei Tagen erledigen. Wir sind beeindruckt!

"Jeder Tag auf dem Bau ist ein Wechselbad der Gefühle. Nur wer sich nicht runter ziehen lässt und schnell Lösungen findet, wird seine Projekte erfolgreich umsetzen."

Petra Daniela und Sabine Stein, Bauherrinnen für das Projekt "Rennbahnstrasse"

Zankapfel Rohbauöffnungen

Unsere Absprachen mit dem Fensterbauer Filsinger geraten ins Wanken als wir anfangen, im Dachgeschoss drei Rohbauöffnungen zu erstellen. Laut Aufmaß passen ein großes zweiflügliges Fenster und zwei bodentiefe Fenster in die Giebelseiten unseres Hauses. Aber unsere Trockenbauer vom Team "Deli" sagen: "Nein, das stimmt nicht." Die Fenster für das Dachgeschoss seien überdimensioniert. Weder die Statik unserer Dachkonstruktion noch die Statik der Giebelwände könnten so große Fenster tragen. 

Um den Sachverhalt abschließend zu klären, kommt Toni Jakic noch mindestens zwei Mal auf unsere Baustelle, um Maß zu nehmen. Leider werden wir darüber nicht so informiert wie wir es uns wünschen würden. Deshalb bestehen wir auf einen letzten Aufmaßtermin, bei dem wir persönlich anwesend sein können. Und siehe da: kaum sind wir dabei, läuft die Sache wieder. Auf Anraten des Fensterbauers bestellen wir die Fenster nicht so groß wie beim ersten Aufmaß notiert, aber auch nicht so klein wie von Team Deli empfohlen. Das richtige Maß ist nun zwar gefunden, doch wegen des vielen Diskutierens ist uns der Bauzeitenplan entglitten. Plötzlich sehen wir uns gezwungen, noch viel weitreichendere Entscheidungen zu treffen.

Als Erstes wählen wir mit Toni Jakic einen neuen, realistischen Termin für den Einbau der neuen Fenster: es soll der 11. September 2023 werden. Dann entziehen wir unseren Trockenbauern vom Team Deli den Auftrag für die Vorbereitung der Fensteröffnungen und kümmern uns schließlich um einen unbefangenen Dritten, der dafür sorgen soll, dass es auf unserer Baustelle zügig weiter geht. Wir nehmen Müller Bau aus Kirrlach in unser Baustellenteam auf und verabreden, dass diese Firma den Fenstereinbau vorbereiten und begleiten wird. Die "Neuen" werden die Rohbauöffnungen - so wie nun mit Filsinger besprochen - erstellen, sämtliche Laibungen der alten Fenster schneiden und am Tag des Einbaus für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Problem hoffentlich gelöst!

Desaster, Tiefpunkt und sensationeller Endspurt

Wir sind total aufgeregt und voller Vorfreude bevor es losgeht. Mindestens eine Woche lang träumen wir nachts von unseren neuen Fenstern und stellen uns vor wie unser Haus nach dem Einbau aussehen wird. Alles scheint in guten Händen und bestens geplant. Und dann ist er endlich da: der 11. September 2023. Rückblickend gibt es eigentlich nur ein Wort, das diesen Tag für uns am bestens beschreibt: VOLLKATASTROPHE!

Die Filsinger-Monteure kommen pünktlich und legen direkt im Dachgeschoss mit dem Einbau der neuen Fenster los. Drei Rohbauöffnungen sind vorbereitet. Alles geht sehr zackig. "Passt! Passt! Passt!" Fertig und runter ins Erdgeschoss, wo das Desaster schließlich seinen Lauf nimmt... Hier sind die Laibungen zwar alle geschnitten, doch die neuen Kunststofffenster passen nicht in die Öffnungen. Und zwar kein einziges! Sowohl im Erdgeschoss als auch im Untergeschoss sind die neuen Fenster sowohl zu hoch als auch zu breit. Wir verstehen die Welt nicht mehr und rufen Toni Jakic an. Der findet den Fehler: es sind die falschen Aufsatzrolläden auf unserer Baustelle gelandet. Die Kästen sind viel zu hoch! Außerdem erkennt er, dass es beim Schneiden der Laibungen wohl ein Kommunikationsproblem gab. Hier fehlt die so genannte Einbauluft. Deshalb sind die Fenster alle zu breit oder anders ausgedrückt: die Öffnungen zu schmal. Wir sind jedenfalls ratlos... kurz vor einem Nervenzusammenbruch... Doch kurz darauf geschehen buchstäblich Zeichen und Wunder. 

Am nächsten Tag sind die Filsinger-Monteure wieder um 8 Uhr auf unserer Baustelle und tun alles was nötig ist, um die neuen Fenster in die zu kleinen Öffnungen zu bringen. Sie stemmen selbst Putz und Mauerwerk weg, sie spachteln uns die Laibungen zurecht und setzen zumindest die Fenster mit den Vorbaurolläden ein. Anderthalb Stunden später ist auch unser Team von Müller Bau vor Ort und hilft in einer beispiellosen Großaktion mit, das unmöglich Erscheinende möglich zu machen. Zur gleichen Zeit kümmert sich Toni Jakic in seinem Büro darum, dass wir so zeitnah wie möglich auch die richtigen Aufsatzrolläden geliefert bekommen. Diese Teamarbeit ist mehr als überwältigend für uns. Wir sind unendlich dankbar für dieses Engagement und stolz, dass wir so tolle Leute auf unserer Baustelle haben!

Eine Woche nach dem Katastrophentag sind alle neuen Fenster eingebaut und wir können uns uneingeschränkt daran erfreuen!

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